Mittendrin im 18. Jahrhundert

Der Trenck vorm Tor Die Nacht bricht herein. Soeben hat der Herold die Schreckensbotschaft verkündet: "Der Trenck vor'm Tor!" Wir hören das Trommeln wirbelnder Pferdehufe, das näher und näher kommt.

Eine Handvoll verwegener Gesellen bringt ihre Rösser direkt vor uns zum Stehen. Barsche Befehle und ein schriller Fanfarenstoß durchschneiden die gespannte Stille. Ein Planwagen rumpelt an uns vorbei, dem abenteuerlich aussehende Gestalten mit schweren Schritten folgen. Reisigbündel werden vom Wagen gerissen und in Brand gesteckt.

Die flackernden Feuer beleuchten eine gespenstische Szenerie. Die Schatten auf der alten Stadtmauer nehmen bedrohliche Dimensionen an. Die Gesten und Gebärden der Männer sprechen eine erschreckende Sprache der Roheit und Gewalt. Das Spiel von Licht und Dunkel verzerrt Gesichter zu Fratzen, die uns das Blut in den Adern gefrieren lassen. Mittendrin im 18. Jahrhundert

Noch ein Trupp von Reitern jagt im wildem Galopp heran. Der aufwirbelnde Staub und der Geruch ihrer Pferde rauben uns fast den Atem.

Wir sind mittendrin: im 18. Jahrhundert, in Waldmünchen. 

 

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Trenck der Pandur reitet vor Waldmünchen
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